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Unsere Idee

Im Sommer 2014 fand an der Ostseeküste URLAUB vom ICH zum ersten Mal statt.
Work-Life-Lösungen, spontan und direkt in 2 ½ Tagen, zielgerichtet und verbindend.
Impulse aus unterschiedlichsten Disziplinen.

Es ging dabei auch um folgende Themen: Interaktion und Kommunikation, Fühlen und Schweigen, Emotion und Ratio, Motivation und Psychologie, Projektmanagement, Vertrauen und Kreativität.

Mit diesem Wochenende fing alles an. Doch welcher Sinn steckt dahinter?

Eigentlich begann alles schon viel früher, im Frühling 2012 mit den Erzählungen und Berichten von Freunden, die über stressigen Urlaub erzählten und bei denen die Erholung der paar Urlaubstage nur kurz anhielt.

Was war und ist der Sinn von Urlaub?

Anspannung und Entspannung, wie eine Muskelkontraktion, wie ein Geben und Nehmen, wie ein Miteinander und ein für sich selber Sein. Dadurch eine Balance in allen Bereichen des Lebens erreichen.

Urlaub wird immer mehr als zusätzlicher Stress wahrgenommen anstelle wirklicher Erholung und auch Weiterentwicklung, beginnend mit der Suche nach dem billigsten Preis, Terminstress bei den unendlichen Möglichkeiten, ein „ungutes Gefühl“ bei Zusatzangeboten und schwindendes Vertrauen in die Serviceleistungen der Reiseveranstalter, Hotelanbieter, Mietwagen-Unternehmen, etc. Dabei verliert sich jede Möglichkeit sein Leben und sich selbst zu betrachten, seine Wünsche und Ziele im Blick zu behalten und auch zu reflektieren, ob das Leben noch dem entspricht wie es vor einigen Jahren gedacht war.

Eigene Erfahren bei einer Wohnmobiltour an der Ostseeküste nach einer schweren Verletzung, veränderte gesundheitliche Rahmenbedingungen, verändertes Arbeitsumfeld und familiäre Entwicklungen ließen uns selbst erkennen, wie gut es funktionieren kann einen „klaren Kopf“ zu behalten mit viel Natur und einem Ziel des Urlaubs: Selbstbetrachtung und Zukunftsplanung.

Die Resonanz auf unsere ersten Ideen war enorm positiv: Kaum ein Teilnehmer hatte erwartet sein Leben so gut aktiv gestalten zu können. Das hat uns in unserer Wahrnehmung bestärkt: Wirklich gute Lebens- und Karriereplanung findet in der Regel nicht in gewohnter Umgebung statt.

Warum eigentlich nicht? Denn schlaue Erkenntnisse bringen uns doch jederzeit weiter.

Dafür müssen wir etwas ausholen: Uns allen ist klar, dass es auf jeden Fall besser ist, über etwas Bescheid zu wissen, als eben nicht Bescheid zu wissen, vor allem wenn es um praktische Fähigkeiten und Erkenntnisse geht, die wir täglich in Arbeitsumfeld und im Leben brauchen.

Studenten sollten gute Lerntechniken beherrschen, Führungskräfte sollten wirklich führen können, Eltern sollten gute Eltern sein, wir alle sollten wissen, wie man sich gut ernährt, was für Körper und Geist gut ist, wir sollten uns selbst motivieren können und Konflikte mit anderen Menschen angstfrei austragen können. Wer mit anderen Menschen zu tun hat, sollte Menschen auch verstehen können. Das alles ist sinnvoll und auch machbar. Sogar noch viel mehr, denn wer seine Fähigkeiten beständig gezielt entwickelt und übt, hat tatsächlich ein glücklicheres, erfolgreicheres und zufriedeneres Leben.

Doch wie sieht die Realität aus? Die meisten fühlen eher Unzufriedenheit als Glück, nicht ohne Grund tauchen immer wieder andere Länder auf den vorderen Plätzen bei der Erhebung nach den glücklichsten Ländern auf, nur nicht Deutschland.

Weiterbildung…warum? Weil lernen angeblich sehr mühsam ist, Zeit und auch viel Geld kostet, und obendrein auch noch wenig Spaß macht, wenn es beim Üben nicht sofort perfekt funktioniert.

Mit diesem Dilemma leben wir täglich. Wir arbeiten seit 2009 in diesem Spannungsfeld. Wir interpretieren unsere Aufgabe nützliche Methoden und Erkenntnisse so zusammenzubringen, dass möglichst viel davon zur Problemlösungskompetenz helfen kann.

In unseren Workshops und Coachings achten wir darauf, dass ein unterhaltsamer Humor mit genügend Selbstironie fühlbar und erkennbar ist. Denn so werden die unterschiedlichsten Problemlösungskompetenzen inhaltlich auch adaptierbar, anders würden wir nichts erreichen.

Das Problem der Alltagsumgebung ist die Reizüberflutung. Ständige Erreichbarkeit, klingelnde Smartphones im Meeting und bei Seminaren…so erreichen wir nichts! Es geht im Kern immer um Schnelligkeit, Erreichbarkeit und externe Reize. So leben wir zwar irgendwie „ganz nett“, bleiben aber trotzdem unbefriedigt.

Es ist auch ganz klar, dass wir unbefriedigt bleiben! Denn in diesem System der Reizüberflutung wird genau das vernachlässigt, weshalb wir Menschen überhaupt leben: Information, Weiterentwicklung, Gestaltungsfreiheit, Relevanz.

Ganz biologisch betrachtet ist es so: Wenn sich irgendwo etwas bewegt, also ein Reiz wahrgenommen wird, will unser Hirn wissen, ob da gleich ein Säbelzahntiger um die Ecke kommt? Ob also ein Zustand von großer Aufmerksamkeit entsteht auf die man reagieren muss, wie auch immer. Und wenn eben zu viele Reize wahrgenommen werden überfordert das auch unsere eigene Lernfähigkeit und die Möglichkeit auch lernbereit zu sein.

Wie reagieren wir nun darauf? Noch mehr Verabredungen, immer kürzere Urlaube und freie Zeiten, viele parallel verlaufende Aufgaben und immer mehr vom Alltagsleben und irgendwann ist der Urlaub zum Alltag geworden, anstatt ein ausbalancierter Gegenpol zum Alltagsleben zu sein.

Dieser Paradoxie wirken wir entgegen. Die Zukunft liegt im der Fähigkeit der Selbstbetrachtung und der Problemlösungskompetenz. Die Lösung liegt grade in der Differenzierung. Das ist heute immer noch möglich! Eben weit weg vom Alltagsleben.

Und die Lösung liegt darin, diese Zeit als URLAUB vom ICH so zu nutzen, dass der Urlaub mir auch nach der Rückkehr ins Alltagsleben großen Nutzen bringt.

Worin liegt also die Lösung? Sie ahnen, worauf wir hinaus wollen:

Wir brauchen eine an Reizen arme und idealer Weise eine natürliche Umgebung mit Themen, die inhaltlich eine Selbstbetrachtung in den Fokus nehmen und die Problemlösungskompetenzen verbessern. Und das Ganze noch im Urlaub!

Dieses Konzept funktioniert. Weiterbildung, die Spaß macht, ganz ohne Ablenkung!

Sehr interessant ist es zu sehen und zu hören wie es bei den Menschen, die bereits teilgenommen haben und mit viel Interesse die Dinge in ihrem Leben danach auch verändert haben, die sie für sehr bedeutsam erkannt haben. Ein Ergebnis ist inzwischen ein Jahr alt und kann schon fast laufen.

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